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 01.01.2017

  Geschafft!

Nach langem Ringen ist es nun geschafft:

Mit dem heutigen Tag tritt offiziell eine neue und zeitgemäße Umgangsregelung für unseren Sohn in Kraft, die es ihm ermöglicht, mit beiden Elternteilen ungefähr gleich viel Zeit verbringen zu können, so dass nun auch einer Elternschaft auf Augenhöhe nichts mehr im Wege steht - miteinander, für unseren Sohn.

Ich möchte mich bei allen, die direkt oder indirekt mitgeholfen haben, diese Elternvereinbarung auf den Weg und zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, bedanken. Mein besonderer Dank gilt dabei dem Kinderschutzbund Immenstadt.

 

Herzlich Willkommen 2017!

 

Hier mein Schreiben vom 15.09.2016 an das BMFSFJ zur Änderung der Zugangskriterien zur PETRA-Studie mit dem Thema "Umgangsrecht und Kindeswohl":

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das BMFSFJ hatte vor einiger Zeit eine Studie zum Thema Kindeswohl und Umgangsrecht in Deutschland an die Forschungsgruppe PETRA in Auftrag gegeben. Ein Schwerpunkt der Studie sollte sein, einen Maßstab für den Umgang der Eltern mit ihren Kindern nach einer Trennung zu entwickeln, der dem Kindeswohl bestmöglich entspricht, sowie die Auswirkungen eines Wechselmodells auf die Beteiligten zu untersuchen. Ich(53), als persönlich von der derzeit in Deutschland vorherrschenden Residenzregelung Betroffener, die es der Mutter gestattet darüber zu entscheiden wie oft der Vater nach einer Trennung der Eltern seine Kinder sehen darf, habe mich natürlich unmittelbar nach Bekanntwerden der Studie zur Teilnahme angemeldet, und wurde mit meinem Sohn(7) bereits auch interviewt. In der Hoffnung mit dazu beitragen zu können die ungerechtfertigte Privilegierung der Mutter nach einer Trennung der Eltern zu beenden, und dem Wechselmodell nun endlich auch in Deutschland zum Durchbruch zu verhelfen. Mir geht es dabei nicht darum, das WM allen Trennungskindern per Gesetz "zu verordnen", sondern es geht darum, dass bei Uneinigkeit der Eltern nach einer Trennung - was die Betreuung der gemeinsamen Kinder betrifft - von den Gerichten zunächst die Möglichkeiten einer gleichberechtigten paritätischen Betreuung geprüft werden müssen. Erst wenn eine der beiden streitenden Parteien sachliche Gründe vortragen kann, die gegen eine paritätische Betreuung sprechen, oder solche dem Gericht anderweitig bekannt werden, soll das Gericht andere Optionen der Nachtrennungsbetreuung der Kinder prüfen dürfen.

Die derzeitige Rechtspraxis sieht aber leider in der überwiegenden Zahl der strittigen Fälle noch so aus,

Juni 2016

... muss ich dafür wirklich AfD wählen? (Offener Brief an meine Partei.)

Liebe Genossinnen und Genossen,

Liebe Freunde, 

meine politische Gesinnung hatte sich ein paar Jahre nach der Wende (ich bin Ossi) so ziemlich genau MITTE LINKS eingepegelt, also SPD. Hab ich auch viele Jahre (bis zuletzt) gewählt und aktiv unterstützt, weil ich einfach der Meinung war, dass diese Partei am ehesten in der Lage ist – trotz Hartz IV – für soziale Gerechtigkeit, die mir sehr am Herzen liegt, im Lande zu sorgen. Mein Interesse an der Partei, nicht zuletzt auch durch Wahlwerbung verstärkt, wurde vor der BT-Wahl 2013 so groß, dass ich mir sogar mal deren Wahlprogramm durchgelesen habe. "Mensch", dachte ich danach "das ist eigentlich genau mein Ding", und bin kurz und fest entschlossen eingetreten. 

Ein hauptsächlich ausschlaggebender Punkt dabei war, dass die Partei versprach sich mehr für Gleichberechtigung in der Familie einzusetzen. (An dieser Stelle muss man wissen, dass ich ein Vater bin, der sich seit Geburt seines Sohnes im Jahre 2009 vergeblich um genau diese Gleichberechtigung, also nach der Trennung von der Mutter seines Sohnes ebenso wie sie für ihn sorgen und da sein zu dürfen, bemüht.) 

September 2016

SPD, Ade´! -

Führerscheinentzug bei Unterhaltsschulden: SPD gibt alles um endlich unter die 20% - Marke zu gelangen.

Liebe Manuela, Lieber Sigmar, Lieber Heiko,

grundsätzlich bin ich absolut dafür, dass jemand der Kinder in die Welt setzt auch die verdammte Pflicht hat sich um sie zu kümmern. Kinder können nix dafür, dass sie da sind, das ist die Entscheidung ihrer Eltern gewesen, aber sie haben ein Recht auf eine vernünftige, weitgehend sorgenfreie Kindheit - darüber gibt es sicher keine zwei Meinungen. Dies sicher zu stellen ist die den Eltern zuvörderst obliegende Pflicht im Zusammenwirken mit der Gesellschaft. In dem Zusammenhang ist es sicher auch richtig, Eltern (gemeint sind bei den Initiatoren der Kampagne natürlich hauptsächlich die Väter), die dieser Verpflichtung nicht nachkommen wollen, nachdrücklich an ihre Verpflichtungen zu erinnern. Ein probates Mittel hierzu kann durchaus auch ein Führerscheinentzug sein. In anderen Ländern scheint sich das offenbar bewährt zu haben.

Damit nun aber eine solche Strafe nicht die Falschen trifft, sollte man sich, bevor man politische Schnellschüsse in Wildwestmanier aus der Hüfte rausballert, etwas tiefer mit der Problematik befassen und auch nach den Ursachen für Unterhaltsschulden fragen:

Heute Show, Sendung vom 22.04., "Allein abziehende"

 Hallo Olli,

zum gestrigen Beitrag über die geplanten Änderungen der H4-Gesetze hätte ich gern etwas angemerkt bzw. richtig gestellt.

Kurz zu meiner Person: Ich bin Vater eines 7-jährigen Sohnes. Seine Mutter und ich trennten sich in seinem ersten Lj. Seither kämpfe ich vor dt. und eur. Gerichten dafür, für ihn ein gleichberechtigtes Elternteil sein zu dürfen. Was man mir bisher nur deshalb verwehrt, weil die Mutter dies nicht will. Und sie will das aus gutem Grund nicht, denn würden wir uns die Betreuung unseres Sohnes genau hälftig teilen können, bekäme sie keinen Unterhalt mehr für ihn, und müsste sich auch noch das KG mit mir teilen. Auch aus diesem Grunde bin ich gegen die Glorifizierung von alleinerziehenden Müttern, denn die meisten von ihnen sind das nämlich freiwillig, weil es sich mit dem Status "alleinerziehend" in D mit H4 gar nicht mal so schlecht leben lässt:

-          Die Wohnung wird bezahlt, sagen wir mal (mit 2 Kindern) ca. 600,- €,

-          dann gibt´s für sie 404,- €,

-          plus 270,- € Regelleistung/Kind,

-          plus 2x Kindesunterhalt vom Vater (lt. DT mind.  240,- €/Kind)

-          plus 2x Kindergeld a´ 190,- €

-          dann gibt´s noch Mehrbedarf für Alleinerziehende, und Bedarfe für Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

-          vom Rundfunkbeitrag wird sie befreit

-          und wenn sie Glück hat kriegt sie auch noch Unterhalt vom Vater für sich

-          ach ja, Entlastungsbetrag für Alleinerziehende gibt´s auch noch vom FA, das aber nur wenn man Steuern zahlt.

Da braucht man sich dann auch nicht zu wundern, warum die meisten Trennungen in D von Frauen (Müttern) ausgehen (kann man beim Destatis nachlesen), weil sie sich nämlich sicher sein können, dass sie nach der Trennung in ein rel. tragfähiges soz. Netz fallen. Demgegenüber bleibt dem Vater, nachdem seine Ex ihn ordentlich ausgenommen hat, oft nur das Existenzminimum. Und wenn er Pech hat, und den Unterhalt für seine Kinder nicht in voller Höhe aufbringen kann, verdonnert ihn das FamGericht dann noch dazu einen Nebenjob anzunehmen, was die Möglichkeiten, mit seinen Kindern zusammen sein zu können, weiter reduziert. Und seine Ex lacht sich Eins.

Mag sein, dass sich Einkünfte der Kinder wie Unterhalt und Kindergeld auf ihren eigenen Anspruch abzüglich auswirken, dennoch bleibt i. d. R. unterm Strich meist ein recht ansehnliches Sümmchen übrig. Und wer dann noch über sein Elend als Alleinerziehende jammert, kann von mir kein Verständnis erwarten. Und das Geschwätz von wegen "Armut ist weiblich" kann ich auch nicht mehr hören.

Soviel zur Aussage aus eurer Sendung, warum 40% der alleinerziehenden Mütter von H4 leben - weil die Meisten es wollen. Dass dabei nicht viel für die Rente angespart werden kann, interessiert sie dabei zunächst nicht. Irgendwann kommt schon der nächste Idiot, den man ausnehmen kann. Gut, ich gebe zu, dass wir Männer auch oft genug selbst schuld sind, und uns ausnehmen lassen, weil wir, naiv wie wir sind, noch an so Sachen wie "bis dass der Tod euch scheidet" glauben, und in gewissen Situationen das Hirn ohnehin ausgeschaltet ist.

Zur nächsten Aussage aus eurer Sendung:

"in 9 von 10 Fällen sind Frauen alleinerziehend"

Das ist sicher richtig, stellt sich nur die Frage: warum ist das so? Weil Frauen/Mütter, wie oben bereits geschildert, oft gar kein Interesse haben sich nach einer Trennung die Betreuung der Kinder mit dem Vater zu teilen, und unsere Politik und Justiz unterstützt sie dabei. Abertausende stinknormale Väter (wie ich) wollen sich mehr bis hälftig in die Betreuung ihrer Kinder mit ihrer Ex-Partnerin teilen. Sie dürfen es einfach nicht, weil die Mutter das nicht will. Und wenn es die Mutter nicht will, dann wollen es die Gerichte auch nicht, weil Politik und Justiz immer noch an völlig überholten Rollenbildern festhalten: Mama betreut Haushalt und Kinder, Papa schafft die Kohle ran.

Zur Aussage:

"für jeden Tag an dem die Kinder beim Vater leben bekommt die Mutter ca. 10,- € Stütze abgezogen". (genau sind´s 9,- € = 270,- /30 Tage)

Und??? Was ist daran falsch? Die 9,- € stellen doch den Tagesbedarf eines Kindes dar, hauptsächlich zunächst mal Nahrung. Und wenn das Kind nicht bei der Mutter ist/isst  verbraucht es ja auch nix, warum soll die Mutter dann Geld für nix bekommen. Es ist doch nur gerecht, wenn die 9,- € dann der Vater bekommt (so er auch hilfebedürftig ist), wenn das Kind bei ihm ist/isst. Somit ist auch sichergestellt, dass dem Kind der gesamte H4-Regelsatz i. H. v. 270,- € für jeden Monat zur Verfügung steht.

Und Stempeluhren werden sicher auch keine eingeführt werden müssen, denn, wenn ihr euch die Gesetzentwürfe mal genau angeschaut hättet, wäre euch aufgefallen, dass künftig das Kind, aus Vereinfachungsgründen, dem Haushalt zugeordnet wird, in dem es sich zuerst aufhält. Zitat aus der Änderung des § 23 SGB II:

"Folgender Absatz 2 wird angefügt:

„(2) In den Fällen des § 7 Absatz 3 Satz 2 wird als monatlicher Bedarf nach Absatz 1 Nummer 1 der Betrag berücksichtigt, der sich ergibt, wenn die Anzahl der Anwesenheitstage in dem jeweiligen Haushalt durch 30 dividiert und mit dem monatlichen Bedarf nach Absatz 1 multipliziert wird. Ein Anwesenheitstag ist dem elterlichen Haushalt zuzurechnen, in dem sich das Kind im Verlauf des Kalendertages zuerst aufhält.   

Also, alles gut.

Genau das, was bisher nötig war, dass immer genau ausgerechnet werden musste von wann bis wann das Kind wo gewesen ist, entfällt somit. Also schon eine deutliche Vereinfachung. Ich weiß das, weil´s bei mir derzeit nämlich genau so läuft.

"so fördert der Gesetzgeber bald, dass Väter ihre Kinder noch seltener sehen, weil die Mutter es sich gar nicht mehr leisten kann die abzugeben".

Danke! Jetzt liefert ihr auch gleich noch den Beweis für meine Aussagen von oben, dass Mütter oft aus monetären Gründen, ihre Kinder nicht dem Vater überlassen wollen. Es geht doch nicht darum, dass sie es sich nicht leisten können, dem Vater die Kinder zu überlassen, sondern es geht darum, dass sie von dem Geld, welches eigentlich den Kindern zugutekommen sollte, selber ganz gut leben. Deshalb streiten Mütter in diesem Land auch schon seit Jahrzehnten gegen jede Stunde, die der Vater seine Kinder mehr sehen will. Es geht denen nur ums Geld, nicht um ihre Kinder, die das alles ausbaden müssen. Dass sich jetzt Mütterlobbyisten wie der VAMV mit Krokodilstränen in den Augen mal wieder schützend über die "armen alleinerziehenden Mütter" werfen, denen 9,- € für jeden "Vatertag" abgezogen werden sollen, ist dabei der Gipfel der Heuchelei.

Aber es steckt noch eine andere Wahrheit in dieser Aussage: Nämlich, dass es die Mutter ist, die dem Vater die Kinder "zuteilt". Mit welchem Recht darf die Mutter entscheiden wie oft die Kinder ihren Vater sehen dürfen. Es gibt weder ein juristisches, noch ein gesellschaftliches, noch ein natürliches Recht das ein ET ermächtigt über das Familienleben des anderen zu bestimmen. Das einzigste natürliche Recht, das es in dem Zusammenhang gibt, ist, dass die Kinder ein Recht auf beide Elternteile haben, und zwar gleichermaßen, egal ob die Eltern zusammenleben oder getrennt sind!

Bitte nicht falsch verstehen, ich bin sicher ein treuer Gucker eurer Sendung, und schätze Olli sehr, auch wenn nicht immer alles meinen Geschmack trifft – muss es ja auch nicht. Aber in diesem Beitrag seid ihr mal richtig danebengelegen. Ihr gebt mit so was den "armen alleinerziehenden Müttern" noch Wasser auf ihre Mühlen, die das natürlich dankbar annehmen, um sich weiter genüsslich in ihrer Opferrolle suhlen zu können.

Noch ein abschließender Hinweis, nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht: Die Alleinerziehenden, die tatsächlich und unverschuldet in diese Lage gekommen sind, weil der Partner verstorben ist, oder völlig unfähig ist mit seinen Kindern umgehen zu können, die sollen auch weiterhin die Solidarität und die Unterstützung bekommen die sie brauchen. Aber das ist von allen Alleinerziehenden nur ein ganz kleiner Teil.

Herzliche Grüße,

Sven